Geboren bin ich 1968 in Pirna – und eigentlich war es schon als Jugendlicher mein Plan, Lehrer zu werden. Und das hab ich auch so gemacht.
Nach dem Studium in Potsdam kam ich ‚der Liebe wegen‘ nach Rathenow. Nach der Wende stellte das Land keine Lehrkräfte mehr ein*. Ich hatte also keine Möglichkeit, nach Abschluss meines Studiums zu arbeiten - deshalb bin ich freier Journalist geworden. Nun schreibe ich für ein Wochenblatt: aus der Region - für die Region. Ich hoffe dass ich das noch machen kann bis zu dem Alter, wo ich an für sich Rente bekommen müsste*
Dass Rathenow mal eine bedeutende und reiche Stadt war vor dem Zweiten Weltkrieg, davon war zu Beginn der 90er als Aussenstehender kaum was zu spüren. Immerhin gab es hier seit der Bundesgartenschau einen kleinen Aufschwung, und der Wasser - und Radtourismus kam in Schwung. Viele hier erkennen durchaus an, das sich optisch und infrastrukturell einiges geändert hat. Aber viele Leute hier begleitet auch ihr Schicksal aus dem Anfang der 1990er Jahre immer noch. Für sie ist der Umbruch noch nicht mal richtig abgeschlossen. Neu Zugezogene sehen Ihre Stadt positiver als Alteingesessene.
Was ich den jungen Leuten hier mit auf den Weg geben würde? Neugierig sein, offen sein, wissbegierig sein! Und der Rest ergibt sich dann schon von selbst!